Tipps für Tango DJs

Biagi Calo Canaro Pugliese Sarli Tanturi Troilo Piazzolla

Hardware: Das Notebook

Im Prinzip ist so gut wie jedes auf dem Markt erhältliche Notebook zum Auflegen geeignet – selbst wenn es gebraucht ist. Es gibt aber einige Punkte, deren Beachtung die Arbeit als Tango-DJ erheblich erleichtert.

Prozessor

Die Mindestanforderung an die Prozessorgeschwindigkeit ist die ruckelfreie Wiedergabe der komprimierten Musikstücke auf der Milonga. Dies tut bereits ein Pentium III mit einer Taktrate von ca. 300 MHz.

Weitaus mehr Prozessorleistung beanspruchen jedoch die vorbereitenden Arbeiten zum Aufbau und zur Optimierung der Tango-Sammlung, insbesondere:

Auf einem langsamen Notebook können solche Massenverarbeitungen einiger tausend Dateien schon mal eine Nacht dauern. Ein schneller Prozessor ist daher auf jeden Fall empfehlenswert.

Arbeitsspeicher

Keine besonderen Anforderungen.

Festplatte

Festplattenspeicher sollte reichlich vorhanden sein! Wenn das Notebook nur zum Auflegen verwendet wird und die Musik komprimiert ist, dürfte eine Speicherkapazität von 80 GB allerdings ausreichen.

Laufwerke / Externe Speichermedien

Soundkarte

Eine Soundkarte mit 3,5mm-Cinch-Lineout ist in jedem Notebook standardmäßig vorhanden. Wichtig ist eine zweite Soundkarte, um auf der Milonga Vorhören zu können. Ohne Vorhören ist IMO ein gutes Auflegen nicht möglich – es sei denn, Du gehörst zu den seltenen Genies, die alle Stücke in ihrem Gehirn vorhören können.

Bei PC-Notebooks wird eine zweite Soundkarte üblicherweise über den PCMCIA-Anschluss angeschlossen. Eine gute PCMCIA-Soundkarte ist die Soundblaster Audigy. Alternativ gibt es auch externe USB-Soundkarten.

Bei Macbooks scheint das Vorhören ein Problem zu sein, das aber auch lösbar ist. Hierzu empfehle ich den Artikel DJ-ing mit Apple PowerBook und iBook von Tango-DJ Michael K. Kistler aus Basel.

Kabel

Da die Anschlüsse an auf Milongas installierten Anlagen unterschiedlich sein können, sollten sicherheitshalber alle denkbaren Adapter bzw. Kabelkombinationen mitgeführt werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt auch Ersatzkabel (bei Wackelkontakt!) und Verlängerungskabel (sowohl für Strom als auch für Audio) mit.

Tipps zum Aufbau auf der Milonga

Autor: Tango-DJ Michael Sattler, Freiburg   © 2009
Zuletzt aktualisiert am 25.08.2009